Druckverfahren im Überblick
Historische Hintergründe
Das Druckverfahren entstand aus der Lithografie, auch Steindruck genannt. Diese Technik wurde 1798 von Alois Senefelder entwickelt. Später, im Jahr 1904, erfand Washington Rubel das Prinzip des indirekten Flachdrucks, aus dem der heutige Offsetdruck entstand.
Wie funktioniert das Druckverfahren?
Beim Flachdruck liegen alle Bereiche der Druckplatte auf derselben Höhe. Es gibt also keine erhöhten oder vertieften Stellen. Gedruckt wird durch einen einfachen chemischen Effekt: Farbe haftet nur an bestimmten Stellen, während Wasser die anderen Stellen schützt. Da sich Farbe und Wasser nicht mischen, entsteht das gewünschte Druckbild.
Beim modernen Offsetdruck wird das Bild zuerst auf ein Gummituch übertragen und von dort auf das Papier gedruckt. Dadurch wird das Ergebnis besonders sauber und genau. Die Farbe kann danach auf verschiedene Arten trocknen, zum Beispiel durch Luft, Sauerstoff oder mit Hilfe von UV- oder Infrarotlicht.

Erkennungsmerkmale und Einsatzgebiet
Typisch für dieses Druckverfahren ist ein sehr scharfes und sauberes Druckbild. Selbst kleine Details werden genau wiedergegeben. Das Papier bleibt dabei glatt und wird nicht eingedrückt.
Wenn man farbige Drucke mit einer Lupe betrachtet, sieht man oft kleine Punkte, die zusammen das Bild ergeben. Diese Punkte bilden ein bestimmtes Muster, das man Rosetten nennt.
Verwendet wird dieses Verfahren vor allem für grosse Auflagen, also wenn sehr viele Exemplare gedruckt werden müssen. Zum Beispiel bei Zeitschriften, Werbeprospekten, Beilagen oder Verpackungen.
Shanti Hunkeler, Medientechnologin EFZ, 1. Lehrjahr
Weitere Beiträge
