Zu Beginn der Projektwoche durften wir eine Farbe auswählen, auf die wir uns während des Fotografierens konzentrieren wollten. Besonders beliebt waren Rot und Orange. Zur Auswahl standen aber auch Pastellfarben, Neonfarben oder Schwarzweiss. Ich wollte mich etwas herausfordern und entschied mich deshalb für Schwarzweiss.
Nach einer längeren ÖV-Reise quer durch die halbe Schweiz kamen wir schliesslich in Neuchâtel an. Auf einem Campingplatz mitten im Nirgendwo bezogen wir in kleinen Gruppen unsere Bungalows und richteten uns ein.
Anschliessend konnte es endlich losgehen und wir machten uns auf die Suche nach Motiven in unserer gewählten Farbe. Anfangs fiel es mir ziemlich schwer, passende Sujets zu entdecken. Mit der Zeit begann ich jedoch, Schwarzweiss immer bewusster wahrzunehmen und achtete ganz anders auf meine Umgebung. Es war spannend zu erleben, wie sich der eigene Blick auf die Welt veränderte.
Für das Abendessen mussten wir selbst sorgen. Deshalb gingen wir gemeinsam in den Coop und kauften Zutaten für Spaghetti mit Tomatenrahmsauce. Als wir mit dem Kochen beginnen wollten, spielte der Gasherd allerdings nicht mit: Zuerst liess er sich gar nicht einschalten, dann funktionierte er kurz, ging aber von selbst wieder aus. Als wir ihn erneut anzünden wollten, ging nichts mehr und plötzlich begann es nach Gas zu riechen. Nach einigen Versuchen funktionierte der Herd schliesslich doch noch und wir konnten unser leckeres Abendessen geniessen.
Nach dem Essen besuchten uns unsere Lehrpersonen jeweils in den Bungalows, um die bisher entstandenen Fotos gemeinsam zu besprechen. Sie gaben uns wertvolle Tipps, worauf wir beim Fotografieren noch achten könnten und was bereits besonders gut gelungen war.
Später am Abend kamen einige Klassenkameradinnen aus einem anderen Bungalow zu uns und wir machten uns gegenseitig Henna-Tattoos. Es wurde ein sehr lustiger und gemütlicher Girls-Abend.
Nach einer erholsamen Nacht machten wir uns am nächsten Tag erneut auf den Weg. Diesmal besuchten wir einen anderen Ort, um noch mehr von Neuchâtel kennenzulernen und weitere spannende Motive für unsere Fotos zu entdecken. Wir waren sowohl in der Altstadt als auch in einem Einkaufszentrum unterwegs, wo sich besonders gut Menschen fotografieren liessen.
Am späten Nachmittag trafen wir uns wieder bei den Bungalows. Dort erwartete uns eine Überraschung: Unser ehemaliger ABU-Lehrer kam spontan vorbei und bereitete uns damit eine grosse Freude.
Anschliessend ging die ganze Klasse gemeinsam in ein italienisches Restaurant, wo wir den Abend bei einem feinen Essen ausklingen liessen.
Am nächsten Morgen konnten wir etwas ausschlafen, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten.
Der letzte Tag der Projektwoche fand wieder in der Schule statt. Dort sortierten wir unsere Fotos aus, bearbeiteten sie, platzierten sie in einem Layout und überlegten uns kreative Bildtitel sowie einen passenden Spruch.
Insgesamt hat mir diese Projektwoche sehr gut gefallen. Sie war abwechslungsreich, lehrreich und spannend. Besonders gefallen hat mir, Neuchâtel auf diese kreative Art zu entdecken und meine fotografischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln.
Elena Gabriel, Polygrafin EFZ, 2. Lehrjahr
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