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Wie der Bleisatz die Geschichte des Buchdrucks revolutionierte und Wissen für alle zugänglich machte

Historisch geht der Bleisatz auf Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert zurück, der den Buchdruck mit beweglichen Lettern revolutionierte. Diese Technik ermöglichte erstmals die schnelle und massenhafte Verbreitung von Büchern und Wissen in Europa. Über Jahrhunderte blieb der Bleisatz das wichtigste Verfahren der Textproduktion, bis er im 20. Jahrhundert durch moderne Satztechniken abgelöst wurde.

Der Bleisatz besteht im Kern aus einem klar gegliederten System einzelner Metallteile, die zu einer druckfertigen Seite zusammengesetzt werden. Jeder Buchstabe, jedes Zeichen und jedes Satzzeichen ist dabei eine eigene kleine Metalltype, die spiegelverkehrt gegossen wurde. Diese Lettern werden im sogenannten Winkelhaken, einem verstellbaren Handwerkzeug, Zeile für Zeile zu Wörtern und Sätzen zusammengestellt. Zwischenräume entstehen durch dünne Stege aus Metall, sogenannte Spatien, mit denen der Text exakt ausgerichtet und «ausgeschlossen» wird, sodass jede Zeile die gleiche Breite erhält.

Sobald ein Textabschnitt fertig gesetzt ist, wird er in einen Rahmen, den sogenannten «Schliessrahmen», eingesetzt und fest verkeilt. Diese fertige Druckform kann dann eingefärbt und auf Papier gepresst werden. Nach dem Druck werden die einzelnen Lettern wieder auseinander genommen und erneut verwendet – ein frühes, sehr nachhaltiges Prinzip des Druckens.

1
Punze
2
Schriftbild
3
Fleisch
4
Konus
5
Achselfläche
6
Kegel
7
Signatur
8
Giessrille

David Gisler, Medientechnologe EFZ, 3. Lehrjahr

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